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15. Aug 2018

9 Tipps für Bauherren: Planen Sie ein neues Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus?

Wer einen Neubau oder eine grundlegende Sanierung plant, ob Eigenheim oder Mehrfamilienhaus, sollte bereits bei der Planung folgende Tipps beachten. Dann lassen sich mit Solarstrom und Photovoltaik Investitions- und Energiekosten für die nächsten Jahrzehnte niedrig halten.

1. Photovoltaikanlage frühzeitig einplanen

Planen Sie den Bau einer Photovoltaik- oder Solarstromanlage frühzeitig ein, allein ungünstig ausgerichtete Dachfenster, Lüftungen und Kamine können den gewünschten Energieertrag bereits schmälern. Stellen Sie Zugänglichkeit und Sicherheitskonzepte für die Wartung sicher. Überlegen Sie sich, ob Sie Batteriespeicher, Wärmepumpe oder eine solargesteuerte Ladestation für E-Mobilität wünschen. Viele Solarunternehmen bieten übrigens eine grobe Kostenschätzung der Investitionen für eine Solarstromanlage an.

2. Reicht das Budget für die Solarstromanlage nicht, sorgen Sie dennoch vor.

Muss der Bau einer Photovoltaikanlage auf später verschoben werden, planen Sie dennoch frühzeitig Massnahmen für die Nachrüstung ein. Berücksichtigen Sie Rohreinlagen für Kabel und Netzverkabelung sowie den Platzbedarf im Technikraum; trennen Sie – aus feuerpolizeilichen Gründen – Gleich- und Wechselstrom-Steigleitungen (AC / DC) voneinander; berücksichtigen Sie beim Bau, wie Sie etwaige Geräuschemissionen aus dem Technikraum vermeiden.

3. Varianten von «gebäudeintegrierter Photovoltaik» prüfen (BiPV oder GiPV).

Bei der «gebäudeintegrierten Photovoltaik», GiPV (oder Building-integrated Photovoltaic, BiPV) geht es darum, ein baulich möglichst homogenes Gesamterscheinungsbild zu erzielen sowie Kosten zu sparen, indem beispielsweise für Dächer, Fassaden, Pergolen, Beschattungslösungen usw. Solar-Module verbaut werden. Diese sind in verschiedenen Farben und Formen erhältlich. Gründächer zum Beispiel gelten als gut fürs Klima und lassen sich ausgezeichnet mit Solarstromanlagen kombinieren.

4. Leistung der Solargeneratoren auf den Strombedarf abstimmen.

Gut beraten ist, wer den eigenen Strombedarf kennt: Anzahl der Kilowattstunden (kWh) für Haushalt und allenfalls E-Mobilität sowie ihre zeitliche Verteilung über den Tag. In der Schweiz liegt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung bei 900 bis 1100 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Höher gelegenen Gebiete erreichen sogar Werte über 1400 kWh, was der Einstrahlung im Mittelmeerraum entspricht. Ein mittlerer Drei- bis Vierpersonen-Haushalt (Einfamilienhaus) braucht etwa 5200 kWh Strom pro Jahr, was einer Solarmodulfläche von 28 Quadratmetern entspricht. Für Mehrfamilienhäuser gelten andere Richtwerte. Wenden Sie sich am besten an Ihren lokalen Solar-Profi für mehr Informationen.

5. Anschlüsse- und Dimensionierung für E-Mobilität vorsehen.

Immer mehr Leute wollen ihr Elektroauto oder E-Bike durch selber produzierten Solarstrom laden. Hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen, denn generell stieg die Strompreiskurve stieg in den letzten Jahren, sie optimieren Stromproduktion und -verbrauch; zudem profitieren sie von Fördergeldern (siehe auch Punkt 8, Fördergelder). Planen Sie folglich Ausbaureserven in der Hauptverteilung sowie einen Überspannungsschutz ein. Nachträgliche Einbauten sind in der Regel aufwendig.

6. Heizwärme: Wärmepumpen mit Solarstrom betreiben.

Bei einem Neubau oder einer Grundsanierung kann das Heizwärmesystem neu an geänderte Bedürfnisse angepasst werden. Grundsätzlich wird Heizwärme im Winter und in den Übergangsmonaten benötigt. Ziehen Sie Wärmepumpen in Betracht: Diese nutzen elektrischen Strom, der durch die Solaranlage auf dem eigenen Dach erzeugt werden kann.

7. Integration der Solarproduktion in die Heimautomation einplanen.

Achten Sie auf ein Gesamtenergiekonzept für die Haustechnik (Kommunikation und Steuerung zur effizienten Energienutzung von Heizung, Lüftung, Klima). Schliesslich wollen Sie Ihre Wohn- und Lebensqualität, Ihre Sicherheit auf Basis vernetzter und fernsteuerbarer Installationen (Smart Homes). Planen Sie offene Schnittstellen ein, damit die Vernetzung sowohl von Haustechnik als auch Haushaltsgeräten wie Lampen, Storen, Heizung, Kühlschrank, Waschmaschine möglich ist. Auch bei Mietwohnungen steigt die Nachfrage nach Smart Homes.

8. Staatliche und lokale Fördergelder berücksichtigen.

Neben steuerlichen Vorteilen sieht der Bund Fördergelder für die Nutzung erneuerbarer Energien für kleine Neuanlagen vor allem mittels «Einmalvergütung für kleine Photovoltaikanlagen, KLEIV» vor. Die Wartezeiten betragen rund zwei Jahre; die Vergütungen liegen zwischen 25 und 33 Prozent der Anlagekosten. Dazu kommen regionale Förderprogramme, wie beispielsweise jenes der Stadt Winterthur für «Ladeinfrastruktur E-Mobilität» bei denen bis zu 25 Prozent der Installationskosten gedeckt werden. Fragen Sie Ihren Solar-Profi; er kennt die regional gültigen Fördermassnahmen.

9. Beratung, Planung und Installation von Solar-Profis durchführen lassen.

Es empfiehlt sich, für die Beratung und den Bau der Anlage Fachleute in Ihrer Region zu beauftragen. Praxiserfahrene Solarunternehmen kennen lokale und regionale Eigenheiten; sie haben schon oft ähnliche Systeme gebaut und Gebäude ausgestattet. Beziehen Sie den Installateur bereits während des Gebäudeentwurfs ein. Er kann Sie oder Ihren Architekten optimal unterstützen. Erprobte Solarunternehmer erkennt man daran, dass sie Referenzen angeben, die Installation der Anlage, inkl. Beratung und projektbezogene Planung durchführen, eine einwandfreie Dokumentation liefern sowie auch nach der Inbetriebnahme Wartung/Service liefern.

 

 

 

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