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22. Mai 2019

Acht häufige Fehler beim Bau einer Solaranlage und deren Vermeidung

Eine eigene Solaranlage und eigenen Strom zu erzeugen ist beliebt. Dies führt dazu, dass auch ursprünglich branchenfremde Betriebe Anlagen errichten, deren Monteure im besten Fall eine Weiterbildung zum Solarteur gemacht haben. Will man die folgenden Fehler vermeiden, sollte man sich an ausgewiesene Solarprofis wenden.

1. Fehler: Verschattungen werden unterschätzt

Die Verschattungen auf Standardmodulen durch Abzugsrohre, Schornsteine, Antennen usw. werden oft unterschätzt. Sie mindern sowohl die Gesamtleistung der Anlage als auch die Lebensdauer einzelner Module. Nur durch sorgfältige Planung der Anlage und Verschaltung der Module können Schattenwurf und Leistungsverlust reduziert werden.

2. Fehler: Dachbegrünung ignoriert

Werden Solarmodule auf begrünten Flachdächern installiert, empfiehlt es sich eine erhöhte Unterkonstruktion zu wählen, um die Beschattung durch die Vegetation zu vermeiden. Alternativ kann man auch das Substrat absaugen und durch Kies ersetzen oder eine Durchwachssperre verlegen. Eine vorausschauende Planung kombiniert die Vorzüge eines Flach- und/oder Gründachs mit jenen einer Solaranlage, indem die Vorteile der Energiegewinnung und jene der ökologischen Vielfalt sich optimal ergänzen. 

3. Fehler: Fehlender Schneefang

Auf Dächern mit einer geringen Neigung sammeln sich unter Umständen grosse Schneelasten an. Wärmen sich die Moduloberflächen durch starke Sonneneinstrahlung auf, rutschen die Schneemassen ab und fallen mit grosser Wucht vom Dach. Ohne ein geeignetes Schneefangsystem können schlimme Schäden an Menschen, Tiere oder Objekten, wie parkende Autos, entstehen.

4. Fehler: Schneelasten nicht berücksichtigt

Gleichermassen kann es problematisch sein, wenn der Schnee liegen bleibt. Nasser Schnee hat ein enormes Gewicht und übt eine hohe Last auf Solarmodule aus. Die Folge sind Beschädigungen an Modulen und/oder Unterkonstruktion. Bei der Planung der Solaranlage sind «klimatische Bedingungen» unbedingt zu berücksichtigen!

5. Fehler: Missachtung vorgegebener Randabstände

Bei der Montage der Panele sind Randabstände zu First, Dachrinne und Ortgang unbedingt zu beachten. Einerseits aus statischen Gründen, beispielsweise um Wind und Sturm keine Angriffsfläche zu bieten, andererseits aus Gründen des Brandschutzes. Gerade bei letzterem ist es wichtig, dass Brandschutzwände nicht durchbohrt oder überbaut werden. Modulhersteller lehnen bei unsachgemässer Installation der Module jegliche Haftung ab.

6. Fehler: Absturzsicherungen fehlen

Wer aus Kostengründen auf ein Baugerüst oder auf die Sicherung der Baustelle verzichtet, handelt leichtsinnig gegenüber Monteuren, Material und Werkzeug. Die Gefahr, dass jemand zu Schaden kommt, ist hoch. Zudem haften bei Unfällen unter nicht SUVA-konformen Bedingungen sowohl der Installateur als auch der Bauherr. So kann die anfangs «günstigere» Variante zu einem kostspieligen Unterfangen werden.

7. Fehler: Wechselrichterauslegung falsch

Der Wechselrichter – auch Herzstück der Solaranlage genannt – wandelt den Gleichstrom der Solarmodule in netzüblichen Wechselstrom, steuert und überwacht die gesamte Anlage sowie die Einhaltung bestimmter Sicherheitskriterien. Eine falsche Dimensionierung wirkt sich negativ auf den Anlageertrag aus und führt unweigerlich zu einer längeren Amortisationszeit der Anlage. Grundsätzlich gilt: Jede Solarstromanlage muss je nach Standort und Anforderungen individuell geplant werden.

8. Fehler: Sparen bei Planung und Installation

Die vorangehenden Punkte zeigen klar auf, dass es bei der Planung und dem Bau einer Solaranlage einiges zu berücksichtigen gibt. Um ungewollte Mehraufwände zu vermeiden, empfiehlt es sich, Solarprofis, am besten aus der eigenen Region, zu beauftragen. Man erkennt sie daran, dass sie entsprechende Referenzen angeben, Beratung und Installation selber vornehmen, eine einwandfreie Dokumentation liefern sowie auch nach der Inbetriebnahme einen Service liefern.

 

Nützliche Links:

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